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August Kühn - Autor der "Westend-Geschichte"

Gedenken zum 80. Geburtstag des sozialkritischen Genossen.

In diesem Haus wohnte bis zum 18. März 1957 der Schriftsteller August Kühn“, steht auf der Gedenktafel der Fassade in der Gollierstraße 49/51. Anbringen ließ die Tafel einst der Bezirksausschuss 8 - Schwanthalerhöhe und die Landeshauptstadt München am Gebäude der Wohnungsgenossenschaft München-West e.G. (WGMW). Zum 80. Geburtstag ehrte die WGMW dem 1996 verstorbenen Genossen, dem Autor und seinem Werk.
Kühn, der auch unter dem Pseudonym Rainer Zwing veröffentlichte, hieß mit bürgerlichem Namen Helmut Münch. Geboren wurde er am 25. September 1936 in München. Da sein Vater jüdischer Abstammung war, lebten er und seine Mutter Riyan Münch-Kühn 1939 bis 1945 im Schweizer Exil. Nach dem Zweiten Weltkrieg besuchte der Jugendliche in München die Realschule, absolvierte dann eine Lehre als Optikschleifer.
Später ging Kühn (alias Münch) als Volontär zu einer Münchner Boulevardzeitung, für die er v.a. Lokalreportagen verfasste. 1964/65 engagierte er sich als Kabarettist und Texter für das Kabarett „Verkehrte Welt“, bis ihn 1965 ein schwerer Unfall teilweise zum Invaliden machte. Als Erwerbsloser schrieb August Kühn 1972 sein erstes Buch mit dem Titel „Westend-Geschichte - Biographisches aus einem Münchner Arbeiterviertel“.
Es folgten weitere Romane, deren bekanntester („Zeit zum Aufstehn“) 1978 mit Franz Xaver Kroetz in der Hauptrolle verfilmt wurde. Sein erzählerisches Werk zählt zur proletarischen "Literatur der Arbeitswelt" und verarbeitet vorwiegend Münchner Lokalgeschichte.
Die Landeshauptstadt München benannte 2006 eine Straße im Neubaugebiet auf dem alten Messegelände nach Kühn. 2009 gründete sich der „August-Kühn-Verein für die Förderung der Münchner Arbeiterkultur und der Stadtteilkultur im Westend e.V.“ mit Sitz in der Tulbeckstraße 4f. Er möchte Kühns Werk wieder einer breiteren Leserschaft zugänglich machen und organisiert zu dessen 80. Geburtstag eine Feier.

Kühn

Thomas Schimmel (Vorstandsvorsitzender) und Ludwig Wörner (Vorstand) der WGMW. Zum 80. Geburtstag des Schriftstellers am 25. September bekam die Gedenktafel für August Kühn eine Girlande.
(Bild: WGMW)

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